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Vom Freundeskreis zum Förderverein
 

 

Der Freundeskreis Burgruine Wehrstein

Im Herbst 2003 hat sich ein Freundeskreis aus geschichtsbewussten und heimatverbundenen Männern zusammengefunden, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Burgruine Wehrstein, dieses regional und baugeschichtlich bedeutende Kulturdenkmal in seiner Bausubstanz zu erhalten, die Anlage zu pflegen und die Erforschung und Aufarbeitung der Geschichte von Wehrstein zu dokumentieren. Dass die Anlage als Kulturdenkmal erhaltenswert ist, bestätigte das Landesdenkmalamt 1990. Es schrieb dazu:

Der Burgruine Wehrstein kommt regionalgeschichtliche Bedeutung zu. Zudem ist sie ein aussagekräftiges Zeugnis mittelalterlichen Burgenbaus. Die Burgruine Wehrstein ist ein Kulturdenkmal aus wissenschaftlichen, vor allem regionalgeschichtlichen und baugeschichtlichen Gründen.

Ihre Erhaltung liegt insbesondere wegen ihres dokumentarischen Wertes im öffentlichen Interesse. (Stand Februar 1990)

Bei einer Bestandsaufnahme im Frühjahr 2004 bot sich ein erschreckendes Bild.: Die Ruine und die gesamte Anlage befand sich in einem besorgniserregenden Zustand. Aus der mächtigen zweischaligen Mauer an der Nordwestseite waren bergseits zwei große Löcher herausgebrochen. Die Steine und das Füllmaterial lagen meterhoch am Boden. An der Mauerkante war ein handbreiter Riss entstanden, so dass die Wand in absehbarer Zeit ins Tal zu stürzen drohte.


 

 

  • Am Rundturm beim Eingang zur Ruine, waren zahlreiche Quadersteine locker und teilweise schon herabgefallen.

  • Die etwa 10m hohe Kaminwand auf dem Palas war im oberen Bereich einsturzgefährdet und sollte dringend gesichert werden.

  • Das Tonnengewölbe im „Bastionsbau“ war zum Teil eingestürzt.

  • Das gesamte Ruinengelände ist mit herumliegenden dürren und morschen Bäumen bedeckt. Wild wucherndes Gestrüpp, Müllhaufen und herabgefallene Steine machten ein Begehen der Ruine unmöglich.

Eine schier unlösbare Aufgabe, was sowohl die finanziellen Aufwendungen als auch zeitliche Inanspruchnahme betraf. Aber die Männer des Freundeskreises gingen sofort mit viel Engagement zu Werke.

Nach gründlichen Beratungen mit dem Eigentümer, dem Denkmalamt, mit Burgenspezialisten und anderen Fachleuten ging man an die Arbeit. Unaufschiebbare Sicherungsmaßnahmen an stark einsturzgefährdeter Bauteilen wurden unter Mithilfe zahlreicher freiwilliger Helfer aus Empfingen und Fischingen durchgeführt. Auf dem Gelände wurden marode Bäume gerodet und entfernt. Gestrüpp wurde verbrannt, Müllhaufen entsorgt und Steine sortiert.

 

 

Männer der ersten Stunde bei der Arbeit (von links nach rechts)

Fridolin Briegel, Günther Reich, Pius Brändle, Hermann Josef Speier,Christian Schwarz und Dieter Reich

Das Denkmalamt, die fürstliche Hofkammer in Sigmaringen, der neue Eigentümer Alois Gfrörer und zahlreiche Sponsoren unterstützten den Freundeskreis.

Heute wird aus allen Bevölkerungsteilen großes Interesse an der Burgruine signalisiert. Die Presse berichtet regelmäßig über die Aktivitäten. Selbst der Rundfunk war in letzter Zeit dreimal auf der Ruine. In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis beziehen Schulklassen die Burgruine in ihren Projektunterricht mit ein. Wandergruppen und Vereine wählen sie als Ausflugsziel und viele Familien besuchen sie bei ihrem sonntäglichen Spaziergang.

Eine übersichtliche und zeitgemäße Informationstafel mit historischen Daten und einer dreidimensionalen Darstellung der einstigen Burganlage, hergestellt und gespendet von einem Mitglied des Freundeskreises (Friedrich Werth, Designbüro), hilft jedem Besucher sich schnell auf der Ruine zurechtzufinden.

Aus dem Freundeskreis gründete sich 2009 der Förderverein "Burgruine Wehrstein e.V."

Die Vorstandschaft wurde in der Gründungsversammlung vom 30.Juli 2009 wie folgt gewählt:

1. Vorsitzender Breisinger Hubert

2.Vorsitzender Kreher Ralf

Schriftführer Schon Konrad

Kassier Schon Michael

Beisitzer: Schwarz Christian, Kaupp Bruno, Reich Günther

 

Die Tätigkeiten des Fördervereins können unter "Aktivitäten des Fördervereins" nachgeschlagen werden.

Von April-November finden Arbeitseinsätze statt, welche auch in der Tagespresse und den örtlichen Mitteilungsblättern bekanntgegeben werden.